• ./cssimages/images/slide/banner_10.jpg

  • ./cssimages/images/slide/banner_06.jpg

  • ./cssimages/images/slide/banner_12.jpg

  • ./cssimages/images/slide/banner_07.jpg

  • ./cssimages/images/slide/banner_13.jpg

  • ./cssimages/images/slide/banner_09.jpg

  • ./cssimages/images/slide/banner_10.jpg

  • ./cssimages/images/slide/banner_14.jpg

  • ./cssimages/images/slide/banner_11.jpg

  • ./cssimages/images/slide/banner_05.jpg

   

E-Mail
Passwort

Passwort vergessen?

  • ./VeranstaltBilder/200crop/4369_1.jpg

    1. Segeberger Streetfood Festival, , Bad Segeberg, 02.09.2017 - 03.09.2017

     Anzeige

Ein Rundgang um den großen Segeberger See

Der 8 km lange Rundgang beginnt am Anfang der Seepromenade am Jahn-Denkmal.

Der Große Segeberger See entstand am Ende der letzten Eiszeit vor rund 12.000 Jahren. Das Eis hatte eine Endmoräne und eine mächtige Sand- und Schotterdecke vor sich her geschoben. Als das Eis auftaute, ging das darunter liegende Salz in Lösung und das darüber liegende Diluvium sackte ab. So entstand die Einmuldung des Segeberger Sees und des nordöstlich anschließenden Klüthsees. Da die Grenze zwischen der Endmoräne und der Schotterfläche gerade über den Bereich lag, wo das Salz in Lösung gegangen war, ergab sich das heute noch bestehende Bild: Die Schotterebene bricht steil und geradlinig ab und bildet so das steile Westufer des Sees.



1

Großer Segeberger See

Jahn-Gedenkstein

Seepromenade

Von dieser Stelle haben Sie nicht nur einen herrlichen Blick über den wunderschön gelegenen Großen Segeberger See, sondern auch auf den 89 m hohen bewaldeten Kagelsberg, den 81m hohen Moosberg und auf die Häuser von Stipsdorf. Der See hat eine Größe von 178 ha, eine Länge von 2,6 km und misst an seiner tiefsten Stelle 12 m. Die Stadt Bad Segeberg ist Eigentümer, hat ihn jedoch an den Segeberger Sportfischerverein verpachtet. Auf dem Wasser dieses Sees betreiben sieben Vereinen ihren Wassersport. Mit Motorbooten darf der See nicht befahren werden.

Der Jahn-Gedenkstein erinnert an den Turnvater und die Gründung des Männer-Turn-Vereins. Während eines Besuches Jahns bei einem Studienfreund 1808 in Segeberg erläuterte Jahn diesem seine Turnideen und beide führten daraufhin an dieser Stelle einen zünftigen Ringkampf aus.

Gehen Sie nun die 300 m lange Seepromenade entlang. Hier gab es früher nur einen am Wasser entlang führenden schmalen Fußweg. Die Segeberger Solbad AG hatte 1895 von der Segeberger Stadtvogelschützengilde diesen Weg übernommen und im gleichen Jahr diese schöne breite Promenade anlegen lassen. Hier oberhalb, wo sich das Vitalia-Seehotel befindet, betrieb die Solbad AG ein Kurhaus mit einer Badeeinrichtung für Sole- und Moorbädern. 1900 ließ sie zur Verschönerung der Seepromenade diese Lindenbäume anpflanzen.

2

Oberhalb des Pavillons liegt die Vogelwiese. Hier schossen die Gildebrüder der Stadtvogelschützengilde von 1735 bis 1978 fast jedes Jahr bei ihrem Vogelschießen mit Büchsen auf einen hölzernen Vogel. Heute feiern die Schützen ihr Traditionsfest auf ihrem Schießstand.

3

Genießen Sie am Rondell den Blick auf das Südufer des Sees mit dem dahinter liegenden Kalkberg, dem Fernmeldeturm und der Marienkirche. Am Ufer liegen von links nach rechts gesehen der Segelclub, der Sportfischerverein, die Badeanstalt, der Bootsverein und die Bootsvermietung. Angelegt hat die Solbad AG diesen Aussichtspunkt um 1895 beim Ausbau dieses Promenadenweges.

4

In der ehemaligen Sandkuhle hat der Kneipp-Verein Bad Segeberg diese Kneipp-Becken anlegen lassen.

5

Diese Treppe führt auf den Landesturnierplatz hinauf. Das erste Landesturnier in Bad Segeberg fand 1929 statt. Die landesweite Pferdeleistungsschau wird seit 1949 alljährlich im September auf diesem Platz durchgeführt. Aber auch andere Großveranstaltungen finden hier statt.

6

Die Schmalste Stelle des Segeberger Sees

Hier hat der See mit 260 m seine schmalste Stelle. Gegenüber liegt die Halbinsel Spitzenort. Die Fahrt durch die Taille des Sees ist immer wieder eine Herausforderung für die Segler. Bei meist westlichen Winden bekommen die Segelboote gerade vor Spitzenort viel Fahrt. Dort ist das Wasser jedoch sehr flach. Auf dieser Seite am steilen Westufer fehlt wiederum der Wind.

7

Die Friedaquelle

Die Friedaquelle sammelt das Wasser des oberhalb liegendem Quell- und Sumpfgebietes. Der Segeberger Bürger Johannes Kühne ließ um 1890 diese Quelle mit Steinen einfassen, damit die damaligen Kurgäste, die auf diesem schattigen Uferweg lustwandelten, an dieser Stelle nicht durch Matsch laufen mussten. Zu Ehren seiner Frau Frieda benannte er diese Quelle Frieda-Quelle.

8

Schützhütte von 1905

Diese Schützhütte ließ der Segeberger Verschönerungsverein 1905 für die Kurgäste errichten. Der Volksmund nennt sie "Negerhütte". Durch Brandstiftung, Blitzeinschlag oder durch Sturm wurde sie beschädigt oder zerstört und musste mehrfach repariert oder wieder aufgebaut werden.

9

Schachtelhalm

An dieser Stelle erblicken Sie links unter den Büschen eine große Fläche mit Schachtelhalm, eine Pflanze, die in diesem Feuchtgebiet gut gedeiht. Blicken Sie auf den See, liegt hier in der Mitte die tiefste Stelle des Sees mit 12 m. Blicken Sie jedoch zurück nach Spitzenort, liegt auf halber Strecke die allen Wassersporttreibenden wohl bekannte Untiefe mit 37 cm bei normalem Wasserstand. In heißen Sommern ragen einige Findlinge aus dem Wasser und künden die Lage einer Insel an.

10

Über diese Stufen zur Linken führt ein Wanderweg direkt in das Dorf Klein Rönnau.

11

Steinbrücke

Unter der kleinen Steinbrücke fließt die Rönnau hindurch. Sie fließt aus dem See heraus und betreibt schon seit 1342 in dem Ort Klein Rönnau eine Wassermühle. Diese ist restauriert und kann besichtigt werden. Um zur Mühle zu gelangen, folgen Sie dem Weg neben dem Bach. An der Brücke befand sich bis 1939 ein Stauwehr mit dem der Müller den See aufstauen konnte. Nach dem Abbau des Wehres brachten die Fischer vor dem Abfluss eine Fischreuse aus Metall an, um das Abwandern der Fische zu verhindern. Wegen der Stauhöhe gab es immer wieder Streit. So stellte man auf der Seeseite hinter der Brücke im Wasser einen Stein mit einer eingemeißelten Kerbe auf, die die maximale Stauhöhe kennzeichnet.

12

Genießen Sie über den Bootssteg des Rönnauer Bootsclubs hinweg den Blick über den 2,6 km langen See auf die Silhouette von Bad Segeberg.

13

Am Badestrand des Nordufers verlassen Sie den See und gehen über den Campingplatz an der Gastwirtschaft vorbei zum Klüthsee. Dieser See ist 29 ha groß, 14,5 m tief und ein Angelparadies. Er war einst mit dem Großen Segeberger See verbunden. Die bewaldete Höhe rechts ist der 89 m hohe Kagelsberg mit einem gut angelegten Rundwanderweg.

14

Nachdem Sie die Wührenbek, den Abfluss des Klüthsees in den Großen Segeberg See, auf der Teerstraße überquert haben, führt Sie der Wanderweg vom Ufer weg durch sumpfige Wiesen. Wenn Sie zur passenden Jahreszeit hier entlang kommen, finden Sie in diesen Wiesen wilde Orchideen und Lilien.

15

Sie sehen links und rechts des Weges trichterförmige Vertiefungen. Diese so genannten Dolinen - Erdfälle- entstanden als das darunter liegende Salz in Lösung ging.

16

Nach einer Unterführung geht es bergan. Bald haben Sie einen Aussichtspunkt erreicht, der ihnen den Blick über den See und auf die Stadt bietet.

17

In der Mitte auf der links liegenden Koppel ist ein Erdfall von Büschen umwachsen. Von dieser Vertiefung aus hatte man 1952 einen etwa 15 m tiefen Schacht abgeteuft. Auf diese Weise wollte man den hier unten liegende Gips abbauen. Wegen Unrentabilität stellte man jedoch schon nach wenigen Monaten die Gipsgewinnung wieder ein. Über mehrere Jahrhunderte hinweg hatte man am Segeberger Kalkberg Gips gebrochen. Im Jahre 1931 schloss man diesen Steinbruch.

18

Ein Abstecher auf den 81,5 m hohen Moosberg entschädigt Sie mit einem Blick über die schöne schleswig-holsteinische Knicklandschaft für die Mühe des Aufstiegs. Auf dem noch vorhandenen Betonfundament hatte 1905 der Fremdenverkehrsverein einen hölzernen Aussichtsturm errichten lassen.

19

Sie haben das kleine Bauerndorf Stipsdorf erreicht. In diesem erstmalig 1177 urkundlich erwähnten Dorf leben heute etwa 200 Einwohner.

20

Den östlichsten Punkt des Segeberger Sees haben Sie jetzt erreicht. Rechts sieht man den Stipsdorfer Boots- und Badesteg. Um 1860 ließen sich die Segeberger Honoratioren mit einem Boot hierher fahren. Kehrten in einem heute nicht mehr bestehenden Landgasthaus ein und wanderten zu Fuß wieder zurück in die Stadt.
Sie wandern am Seeufer entlang. Das Gehölz heißt Wittmack Park und wurde um die Jahrhundertwende von dem Segeberger Kornhändler Ernst Wittmack angepflanzt.

21

Der bis an das Seeufer reichende Campingplatz wurde 1953 als erster Zeltplatz der Stadt angelegt.

22

Am 24. Juli 1948 gründeten Segler den Segeberger Segelclub. Die Mitglieder erbauten sich sofort ihre Steganlagen und in den 50er Jahre das Clubhaus.

23

Gleich nach der Währungsreform 1948 ließ die Stadt für 50.000 DM die Badeanstalt mit der Steganlage und dem Sprungturm erbauen. Die Einwohnerzahl von Bad Segeberg hatte sich 1946 durch die zugezogenen Flüchtlinge und Vertriebenen verdoppelt, so dass eine große Wohnungsnot bestand. Um den Segebergern auch eine Möglichkeit zum Warmbaden zu geben, wurden im Haus 10 Duschkabinen eingebaut. Am Mittwoch, Freitag und Sonnabend konnte man 1949 für 50 Pfennige 20 Minuten lang duschen.

24

Bootsvermietung am Großen Segeberger See

Segebergs ältester Wassersportverein, der Segeberger Bootsverein, wurde 1924 gegründet.

Der sich anschließende Ruderclub wurde 1974 wieder ins Leben gerufen. Sollten Sie nach dem langen Marsch nun Lust auf eine Kahnpartie haben, so können Sie in der 1952 erbauten Bootsvermietung ein Boot mieten.

25

Auf der so genannten Backofenwiese steht eine interessante Indianer-Skulptur.
?Alte Welt ? Neue Welt? nannte Professor Klaus Kammerichs diese von ihm 1992 geschaffenen Plastik. Das Gesicht des Indianers erkennt man am besten von der Seepromenade aus.

Druckbare Version öffnen