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Ein Rundgang durch die Stadt

Der 8 km lange Rundgang beginnt am Anfang der Seepromenade am Jahn-Denkmal. Der Große Segeberger See entstand am Ende der letzten Eiszeit vor rund 12.000 Jahren. Das Eis hatte eine Endmoräne und eine mächtige Sand- und Schotterdecke vor sich her geschoben. Als das Eis auftaute, ging das darunter liegende Salz in Lösung und das darüber liegende Diluvium sackte ab. So entstand die Einmuldung des Segeberger Sees und des nordöstlich anschließenden Klüthsees. Da die Grenze zwischen der Endmoräne und der Schotterfläche gerade über den Bereich lag, wo das Salz in Lösung gegangen war, ergab sich das heute noch bestehende Bild: Die Schotterebene bricht steil und geradlinig ab und bildet so das steile Westufer des Sees.

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Das Heinrich Wickel-Haus in dem die Tourist-Information und die Stadtbücherei untergebracht sind, war Segebergs erstes Badehaus. Hier verabreichte Heinrich Wickel 1884, bevor das Kurhaus am See errichtet war, die ersten Solebäder. Die Sole brachte man damals mit Pferden und einem Tankwagen vom Kalkberg hier her.

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Marienkirche

Im Norden wird der Marktplatz von der St. Marienkirche mit ihrem 68 m hohen Turm begrenzt. Die ehemalige Klosterkirche des Augustinerchorherrenstifts zählt zu den frühesten Hauptwerken des mittelalterlichen Backsteingewölbebaus in Norddeutschland (Baubeginn 1156).

Der Schnitsaltar, ein großer spätgotischer Dreiflügelschrein (1515), zählt zu den besten seiner Art im Lande. Der helle Putzbau, der den Marktplatz nach Süden hin abschließt, ist die Dahlmannschule, eines der beiden Segeberger Gymnasien. In diesem Gebäude befand sich von 1840 bis 1927 ein Lehrerseminar. Marienkirche Als die Lehrerausbildung wieder an die Universität nach Kiel zurück verlegt wurde, benannte man das neu eingerichtete Gymnasium nach Friedrich Christoph Dahlmann, dem Abgeordneten der Segeberger Region in der Frankfurter Nationalversammlung 1848.

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Eingang der Volksbank

Bevor die Fußgängerzone eingerichtet wurde, war dieser Platz, der jedoch keinen Namen trägt, eine sehr verkehrsreiche Kreuzung. Nach Norden geht es zur Ostsee, nach Westen nach Hamburg, Itzehoe, Neumünster und nach Osten in Richtung Lübeck. An diesem Platz ließ 1914 der Segeberger Vorschussverein, die heutige Volksbank, ihr repräsentatives Bankgebäude errichten. Der auf dieser Kreuzung stehende Brunnen wurde von der Volksbank gesponsert und heißt daher im Volksmund: Kredit-Guillotine.

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Kreishaus

Auf der rechten Seite, etwas zurückversetzt, liegt das "Haus Segeberg". Paul Christian Stemann, Amtmann des Dänischen Königs ließ sich zwischen 1750 und 1760 dieses schöne Haus errichten und dazu einen Park im englischen Stil anlegen. Sein Wohnhaus war gleichzeitig auch sein Amtssitz. In der links stehenden Remise werden heute Kunstausstellungen gezeigt. Auf der gegenüberliegenden Straßenseite erhebt sich der große Gebäudekomplex des Kreishauses. Als Schleswig-Holstein im Januar 1867 preußische Provinz wurde, musste ein Kreishaus gebaut werden. Schon bald reichte dieses nicht aus und es wurde vor- und angebaut, erweitert und nun steht sogar schon seit einigen Jahren das Hochhaus.

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Rantzau-Kapelle

Auf einem mit großen Feldsteinen abgestützten Hügel steht ein quadratischer Ziegelbau: die Rantzau- Kapelle. Der in Segeberg von 1555 bis 1598 residierende Statthalter des Dänischen Königs Heinrich Rantzau ließ im Todesjahr seines Dienstherren 1588 an dieser Stelle zum Ruhme des Dänischen Königs Friedrich II. eine Pyramide aus Segeberger Kalkstein errichten. Leider war dieses Baumaterial nicht sehr witterungsbeständig, so dass im Jahre 1770 ein Nachfahre Heinrich Rantzaus diesen Ziegelbau errichten ließ.

Ein paar Schritte weiter, findet man ebenfalls auf der Rantzau-Kapelle linken Seite, etwas zurück versetzt, den Rantzau Obelisk. Er wurde 1590 auf diesem Hügel ebenfalls zum Ruhme des Dänischen Königs errichtet. Ursprünglich war er 12 m hoch und mit einem Glockenspiel an seiner Spitze verziert.

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Gegenüber der Rantzau-Kapelle steht der 1909 als preußisches Amtsgericht erbaute wunderschöne Backsteinbau. Das Amtsgericht ist wegen ?Raumnot? ausgezogen.

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Jetzt geht es zurück. In der Grünanlage erhebt sich die "Lichtachse", die der Künstler Ben Siebenrock 1996 schuf. Wegen eines Bürgerbegehrens um den Aufstellungsort konnte diese Plastik erst 2001 hier aufgestellt wurde.

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Den Brunnen am Schweinemarkt ziert diese von Ervin Bossanyi geschaffene Figur

Durch den Park, an der Rückseite des Hauses Segeberg entlang in Richtung Parkhaus, gelangt man zu einem kleinen Platz, dem Schweinemarkt. Die hübsche Brunnenfigur schuf 1928 der ungarischen Bildhauer Ervin Bossanyi. Früher herrschte hier an den Viehmarkttagen reges Treiben. Die Große Seestraße führt unmittelbar an den Großen Segeberg See.

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Im ersten Stock dieses Hauses wohnten ab September 1853 die Schwiegereltern des Dichters Theodor Strom.

Kurhausstraße 22 im ersten Stock dieses Hauses wohnte ab September 1853 der von den Dänen abgesetzte Segeberger Bürgermeister Johannes Esmarch mit seiner Familie. Sein Schwiegersohn, Theodor Storm, der wegen der dänischen Herrschaft Husum hatte verlassen müssen, wohnte im Oktober 1853 mit seiner Familie auf der Durchreise nach Potsdam für einige Wochen mit in dieser Wohnung. Im ersten Stock dieses Hauses wohnten ab September 1853 die Schwiegereltern des Dichters Theodor Strom.

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Im Backsteingebäude auf dem Hinterhof des Hauses Kurhausstraße 38 befindet sich noch heute die 1852 gegründete Wollspinnerei von C & F. Blunck. Eine Führung durch den Betrieb ist nach Absprache möglich.

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An der Straße "Am Kurpark". befindet sich das 1971 erbaute Klinikum. Die wechselvolle Geschichte dieses Hauses reicht von einer Spezialklinik für Gefäßerkrankungen über eine Herz-Kreislaufklinik bis 1991 die ?Segeberger Kliniken GmbH? gegründet wurde. Heute befindet sich in diesen Gebäuden eine Fachklinik für Herz-, Kreislauf- und Gefäßerkrankungen, Herzchirurgie, Neurologie, Psychosomatische Medizin und Rehabilitation. Am Ende dieser Straße steht das Vitalia-Seehotel.

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Wo heute das Vitalia-Seehotel, der Festsaal und der Wohnturm stehen, befand sich bis 1968 das im Stile des Spielcasinos von Monte Carlo 1884 errichtete Kurhaus mit seinem Logierhaus. Wo heute das Vitalia-Seehotel steht, befand sich das alte Segeberger Kurhaus mit seinem Gästehaus. Hier kamen Sole- und Moorbäder zur Anwendung. 1968 wurde es abgerissen.

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Der Kurpark wurde zeitgleich mit dem Kurhaus 1884 angelegt und hat z. T. noch den alten Baumbestand. Kurz vor der zum See hinabführenden Treppe steht das Denkmal des Gründers des Segeberger Solbades Heinrich Wickel. Mit seinem in Helsinki erworbenen Vermögen durch den Verkauf von Delikatessen, Spirituosen und seinem berühmten ?Schweden Punsch? ließ er das alte Kurhaus erbauen. Hier kam die am Segeberger Kalkberg geförderte Sole zur Anwendung. Mit 28% Salzgehalt war sie damals Deutschlands stärkste Sole. Unten am See steht der Musikpavillon in dem im Sommer an jedem Sonntag ab 15.00 Uhr Kurkonzerte gegeben werden. Die 300 m lange Promenade legte die damaligen Solbad Aktiengesellschaft 1895 an.

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Dieser Gedenkstein erinnert an den Turnvater Jahn. Von hier hat man einen schönen Blick über den 178 ha großen und 11,7 m tiefen Großen Segeberger See, den man auf einem 8 km langen Wanderweg umrunden kann.

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Auf der so genannten Backofenwiese steht eine interessante Indianer-Skulptur. "Alte Welt - Neue Welt" nannte Prof. Klaus Kammerichs, diese von ihm 1992 geschaffene Plastik.

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Die Bootsvermietung erbaute man 1952. Der sich anschließende Ruderclub wurde 1974 wieder ins Leben gerufen und Segebergs ältester Wassersportverein, der Segeberger Bootsverein, wurde 1924 gegründet.

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Dieses Ölbild von der Badeanstalt schuf Prof. Karl Storch 1949

Gleich nach der Währungsreform 1948 ließ die Stadt für 50.000 DM die Badeanstalt mit Warmbrausebädern erbauen. Wegen der damals bestehenden großen Wohnungsnot, hatten so die Segeberger die Möglichkeit auch in den kalten Jahreszeiten hier zu baden. Die Einwohnerzahl von Bad Segeberg hatte sich nämlich 1946 durch die zugezogenen Flüchtlinge und Vertriebenen verdoppelt.

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Die Karl-May-Jugendherberge war früher Armenhaus und wurde nach dem Krieg auch als Berufsschule genutzt.

Über die Minigolfanlage hinweg sieht man die Karl-May Jugendherberge. Von diesem Standpunkt aus hat man auch einen schönen Blick auf den Kalkberg mit der sich um den Berg anschmiegenden Altstadt. Weiter geht es über die Kreuzung in Richtung Stadt. Jetzt befindet man sich im Winklersgang. Nikolai Winkler, Segeberger Bürger, machte 1667 eine Stiftung für arme Segeberger Witwen. Die Karl-May-Jugendherberge war früher Armenhaus und wurde nach dem Krieg auch als Berufsschule genutzt.

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Durch das Neubaugebiet mit altengerechten Wohnungen, kommt man zu dem im 19. Jahrhundert errichteten Getreidespeicher. Er wurde 1984/85 renoviert und beherbergt heute die Volkshochschule.

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Das historische Rathaus weihte man 1828 ein. Im Festsaal des ersten Stocks wurde 1846 Theodor Strom mit seiner Cousine getraut.

Das in spätklassizistischer Form erbaute Rathaus wurde im Stil des Architekten Christian Frederik Hansen 1826 - 1828 erbaut. Im großen Festsaal im ersten Stock über der Eingangstür wurde der Dichter Theodor Strom am 15. September 1846 mit seiner Cousine Constanze Esmarch, der Tochter des Segeberger Bürgermeisters, getraut. Das historische Rathaus weihte man 1828 ein. Im Festsaal des ersten Stocks wurde 1846 Theodor Strom mit seiner Cousine getraut. Der kleine Platz vor dem Rathaus war im Mittelalter Segebergers Marktplatz. Hier stand sogar eine Rolandfigur, zum Zeichen des Marktrechtes. Im ersten Stock des historischen Teils des Rathauses befindet sich eine Dauerausstellung mit Werken des Kunstmalers Professor Karl Storch d. Ä. Der 1997 eingeweihte, moderne Rathauserweiterungsbau entwarf Prof. Diethelm Hoffmann.

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Segebergs ältestes Haus, 1606 erbaut, ist ein typisches Ackerbürgerhaus. In ihm befindet sich ein sehenswertes Museum.

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Der Höhlenkrug war einst Poststation, Wohnsitz des Kirchspielvogtes, Gastwirtschaft und zuletzt Bäckerei. Hier wohnte im Dezember 1813 der schwedische Kronprinz Jean Baptist Bernadotte, Oberbefehlshaber der Nordarmee. Er reiste von hier weiter über Kiel nach Schweden, wurde hier zum König gekrönt und ist somit Begründer des heute noch amtierenden schwedischen Königsgeschlechtes. Hier hat man einen schönen Blick auf die früheren Ackerbürger- und Handwerkerhäuser, die sich dicht an dicht mit ihren Giebeln und den Krüppelwalmdächern zur Straße hin aufgereiht haben und sich mit der Straße um den Berg winden. Dieses ist der älteste Teil der Stadt und entstand zeitgleich mit dem Bau der Siegesburg auf dem Kalkberg ab 1134.

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Am Ende der Treppe entsteht das neue Fledermaus-Zentrum. Dahinter steht das Höhlenwärterhaus, das zusammen mit dem Ausbau des Freilichttheaters 1937 errichtet wurde. Hier erhält man die Eintrittskarten für eine interessante Führung durch die rund 400 m begehbare, 1913 entdeckte Kalkberghöhle. Auf den aufgestellten Schauwänden erfährt man nicht nur die Geschichte des Berges mit der 1644 zerstörten Siegesburg, sondern auch einiges über die Entstehung des Freilichttheaters, die Karl-May-Spiele und die tierischen Bewohner der Höhlen.

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Über die Treppe, die mit dem Schild: "Zum Gipfel und Bergschlösschen" gekrönt ist, geht es dem Gipfel entgegen. Nach der ersten Treppe hat man zu einer ersten Rast das Bergschlösschen erreicht. Dieser Restaurationsbetrieb wurde bereits 1902 eröffnet. Zielstrebig geht man weiter und benutzt dazu den ersten Weg rechts. In einer mit Büschen umsäumten Nische steht ein steinerner Tisch. Die Jahreszahl 1884 an seinem Fuß erinnert an die in diesem Jahr begonnene Bepflanzung des bis dahin kahlen Kalkbergs durch den damaligen Segeberger Verschönerungsverein. Der von hier aus sichtbare kurze Stollen ist noch ein Relikt des 1931 eingestellten Gipsabbaus.
Über den ansteigenden Weg und die anschließenden Treppe erreicht man den Gipfel. Jetzt befindet man sich auf 91 m Höhe über NN oder ca. 45 m über Bad Segeberg. Man erblickt die Marienkirche und Segebergs größten Arbeitgeber Möbel-Kraft. Weiter nach rechts erkennt man das Krankenhaus, die Rehaklink, das Vitalia-Seehotel und den See mit der sanften hügeligen Knicklandschaft um Bad Segeberg. Ursprünglich war der Berg 110 m hoch. Der Kalkberg ist die einzige Erhebung massiven Felsgesteins in Schleswig-Holstein. Die unter dem Berg liegenden Salzschichten haben das im Altertum der Erdgeschichte entstandene Gestein hochgedrückt. Der Kern des Berges besteht aus Anhydrit, die äußere Schale ist Gips.

Kalkberg mit dem 1937 fertig gestellten Freilichttheater.

Beim Abstieg wendet man sich nach der ersten Treppe nach rechts. Schon bald eröffnet sich der Blick in das Freilichttheater. Der Reichsarbeitsdienst schuf von 1934 bis 1937 aus dem stillgelegtem Gipssteinbruch das Kalkbergstadion mit 11.000 Sitzplätzen.
1952 begannen auf Initiative der Stadt hier die Karl-May-Spiele, die in der Zwischenzeit ihre 50. Spielsaison erfolgreich bestritten haben. Eine hölzerne Treppe führt zum Rest des alten Burgbrunnen. Von der ehemaligen Tiefe von 82m sind heute nur noch 43 m übrig geblieben.

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Geht man vom Bergschlösschen den Fahrweg hinab und weiter geradeaus, erreicht man den Karl-May-Platz. An seinem Ende befindet sich das Indian Village mit dem Nebraska-Haus und einer Ausstellung zur indianischen Kultur.

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Dieses Ansicht vom Kleinen Segeberger See schuf Prof. Karl Storch als Ölbild 1947

Der Kleine Segeberger See ist von den drei Segeberger Seen mit einem Alter von nur rund 6000 Jahren der jüngster. Er entstand durch einen unterirdischen Höhleneinsturz, weil Steinsalz gelöst wurde. Von hier hat man einen schönen Blick über den See auf den Kalkberg und dem 1909 errichteten Wasserturm. Er befindet sich im Privatbesitz und beherbergt oben eine über vier Stockwerke reichende Wohnung. Von hier gelangt man wieder in die Fußgängerzone der Oldesloer Straße. Nach wenigen Schritten steht man wieder vor dem Wickelhaus und hat so den Ausgangspunkt des Rundganges erreicht.

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